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Du findest hier die persönliche Meinung Mitlebender Gemeinschaft So leben wir

Lebensteppich einer Gemeinschaft

Für mich war das Leben im Mitteinander ein zentraler Wunsch bei der Suche nach einem Ort für mein Tiny House.

© HaiMai
Wie aber habe ich mir so ein Leben vorgestellt?

Einerseits wollte ich, vor allem mit Tiny House, nicht alles selbst besitzen, zum anderen wünschte ich mir ein familienähnliches Miteinander, sich gegenseitig wahrnehmen, wertschätzen und wann immer möglich sich gegenseitig entlasten und unterstützen.

Was brachte ich selber mit, um diese Vorstellung zu leben?

Ich halte mich für kompromissbereit, offen den Bedürfnissen anderer gegenüber, aber auch dazu in der Lage, selber mal zurückzustehen – Fähigkeiten, die ich in meinem Familienleben so erlebt und gelebt habe und die sich dort bewährt haben.

Der Alltag in einer Gemeinschaft …

… zeigt, es ist gar nicht so leicht, die zahlreichen Bedürfnisse einer größeren Gemeinschaft (17 Erwachsene) unter einen Hut zu bekommen und allen gerecht zu werden.
Immer wieder haben wir als Gemeinschaft nach Wegen gesucht, zu einer lebenswerten Gemeinschaft zusammenzuwachsen. Mal gelang das besser, mal weniger gut.
Schließlich bin ich mit einer kleineren Gruppe (6 Erwachsene) auf ein eigenes Grundstück gezogen, mit der Erwartung, dass es sich mit weniger Menschen leichter zusammenleben lässt.

© HaiMai
Was sind meine zentralen Erkenntnisse?

Eine Gemeinschaft wird man nicht von allein, nur stetige Beziehungsarbeit ermöglicht wachsende Bindungen.

Für ein Leben als Gemeinschaft braucht man, meiner Erfahrung nach, die Bereitschaft grundsätzlich wohlwollend mit allen Mitlebenden umzugehen. Hilfreich ist es, wenn man andere gerne unterstützt, wann immer Unterstützung gebraucht wird. Sich selbst zu hinterfragen und das eigene Handeln immer wieder zu überarbeiten, trägt dazu bei, aus eigenen Fehlern zu lernen.

© HaiMai

Das gemeinschaftliche Leben in einem Tiny House erfordert darüber hinaus aber auch die Fähigkeit, sich selbst genug zu sein und mit sich alleine ausreichend Gesellschaft und Bestätigung zu haben. Gerade hier im Fichtelgebirge sind die Winter lang und kalt und man trifft sich, anders als im Sommer nicht ständig draußen im Garten.

Man kann sehr vieles richtig machen auf dem Weg eine lebenswerte Gemeinschaft zu werden, aber auch Rückschläge gibt es immer wieder. Es sind die Verschiedenartigkeiten der Mitlebenden, ihre individuellen Stärken, aber auch Schwächen, die als ständige Bereicherung und Herausforderung eingewoben werden wollen in den gemeinsamen Lebensteppich.

© HaiMai
Würde ich heute wieder in eine Gemeinschaft ziehen?

Dazu gibt es ein ganz klares JEIN!
Ich habe tatsächlich erwartet, dass das Leben als Gemeinschaft einfach passiert… die Beziehungsarbeit, die dies erfordert habe ich unterschätzt, trotzdem es ab und an schwierig ist, lebe ich hier gerne und empfinde ein wertschätzendes Miteinander als bereichernd.
Soweit das gut klappt, wird es dann doch ein JA!

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Du findest hier die persönliche Meinung Mitlebender So leben wir Unsere Häuser

Maikes Haus

© HaiMai

Als ich anfing mich mit dem Thema Tiny House zu beschäftigen, habe ich vor allem YouTube durchsucht und dort natürlich auch sehr viel gefunden. Viele Abende und zahlreiche Wochenenden vergingen mit all diesen Tiny House Vorstellungen und Berichten. Es gab so viele tolle Häuser, die mich begeisterten, dass mein eigener Weg manchmal hinter vielen Biegungen aus meinen Augen verschwand.

Ich habe also zunächst einmal für mich selber überlegt, was mir wichtig ist, was ich brauche und auch wieviel Geld mir das wert ist. Damit hatte ich mir einen Rahmen gesteckt.
Eine Überlegung spielte bei meiner Suche eine besonders große Rolle: für mich war entscheidend, dass ich in einer Gemeinschaft leben wollte.


Ich fing an zu suchen und stellte schnell fest, dass die Möglichkeiten mit einem Tiny House in einer Gemeinschaft zu leben sehr begrenzt waren. Als ich zufällig von einem Hausverkauf innerhalb einer dieser Gemeinschaften erfuhr, habe ich nicht gezögert, mir das Tiny House persönlich anzusehen und einen ersten Kontakt zu dieser Gemeinschaft zu suchen.
Langer Rede… ich habe das Haus gekauft und bin in diese Gemeinschaft gezogen.

© HaiMai

Was aber macht mein Haus aus, welche Kriterien spielten in meinen Vorüberlegungen eine Rolle: zunächst einmal wollte ich nicht ins Bett klettern und auch nicht am wärmsten Ort im Haus schlafen; ausreichend Platz für eine große Küche, da ich gerne backe und koche, sowie ein Bad mit Dusche und Fenster – das waren meine zentralen Wünsche.
Im Laufe meiner Recherche zeigte sich, dass auch die Art des Heizens sowie die Dämmung des Häuschens einen großen Einfluss auf das eigene Wohlbefinden haben.

Und das ist es geworden:

ein Mobilheim mit Holzfassade und Holzfenstern
Außenmaße ca. 4 Meter mal 10 Meter
ein kleiner Schlafraum, ein echtes Bad mit Dusche und Fenster und ein geräumiger Wohn-, Koch- und Essraum mit viel Fensterfläche

© HaiMai

Der Umzug auf dieses Grundstück hier war ein Abenteuer für sich, davon erzähle ich ein anderes Mal.

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